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Eine Kiste voll mit Seifenblasen

Jedes Tier auf dieser Erde bekommt von Petrus zu seiner Geburt eine Kiste voll mit Seifenblasen geschenkt.

Diese Kiste begleitet jedes von ihnen ihr gesamtes Leben lang, doch dieses Geheimnis kennen nur unsere geliebten Vierbeiner und Petrus.

Die Kiste ist am ersten Tag noch bis zum Rand gefüllt und jedes Mal, wenn wir Menschen unserem geliebten Tier etwas Gutes tun, ihn mit so viel Liebe anschauen, dass es uns selbst im Innern schon weh tut, platzt eine der Seifenblasen.

Am Tage, an dem unser Freund den letzten Weg geht, auf dem wir ihm noch nicht folgen können, gelangt er an die Tür von Petrus und Petrus öffnet jede einzelne Kiste.

Er sah schon Tiere, jung an Jahren die über die Regenbogenbrücke zu ihm kamen, noch nass vom Schweiß, die Striemen der Peitsche noch deutlich zu erkennen, ein Bein gebrochen und als Petrus die Kiste öffnete, war diese noch
randvoll mit Seifenblasen, nicht eine war geplatzt!
Traurig berührte er das arme Geschöpf, heilte seine Wunden und ließ es ein in sein Reich...

Er brauchte sich nicht die Mühe machen zu fragen, wie es dem Tier auf unserer Welt ergangen war.

Doch es gab auch Tiere, die im hohen Alter zu ihm kamen, zufrieden und doch mit einem traurigen Blick in den Augen, denn sie haben ihren Menschen zurücklassen müssen!!

Und als Petrus diese Kisten öffnete, platzte in diesem Augenblick die letzte Seifenblase!

Diese stand für die Tränen die der Freund auf Erden weinte, da er nach so vielen Jahren seinen treuesten Freund verlor.
Zufrieden streichelte er unsere Vierbeiner und fragte sie, wie sie ihr Leben gelebt hatten.
Diese schauten zurück zur Regenbogenbrücke und sagten, sie würden hier bei Petrus auf uns warten, denn das Leben an unserer Seite war voll von Harmonie und Glückseligkeit.

Petrus nickte, denn die Kiste, die nun leer vor ihm stand spiegelte genau das wider und auch sie ließ er ein in sein Reich, blickte herunter zu uns und lächelte, denn er wusste, dass eines Tages, genau an dieser Stelle unser geliebter Vierbeiner auf uns warten würde.

NETZFUND-QUELLE UNBEKANNT

Wir - Psychologie und Hunde

Es gibt seit neuerer Zeit einige revolutionäre wissenschaftliche Erkenntnisse, Hunde betreffend:

  1. Hunde erfahren ihre Halter wie Kinder ihre Eltern
  2. Hunde sind mental und psychisch mit Kindern im Alter von bis zu 2,5 Jahren vergleichbar
  3. Hunde wollen zum Menschen eine sichere Bindung aufbauen. Sie sind darauf angewiesen, wenn sie psychisch und physisch gesund bleiben wollen
  4. Hunde können, wie Menschen, unter psychischen Störungen = seelischen Erkrankungen leiden und – wie Menschen auch – psychosomatische Erkrankungen entwickeln
  5. Hunde leiden – wie Menschen - auch unter Traumata und deren Folgen

Schon während meines Psychologie-Studiums stellte ich Vergleiche zwischen Kinder- und Hundepsychologie an. In den letzten 30 Jahren bewies sich unsere Vermutung, dass sowohl Ursachen als auch Art der Folgen von Traumata und/oder psychischen Störungen bei Mensch und Hund mehr als ähnlich sind. Ergo war unsere Schlußfolgerung, dass man diese Ursachen und Störungen auch wie bei Kleinstkindern therapieren kann, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Die Einschränkung folgt aus der Tatsache, dass eben nicht jeder Halter in der Lage ist, dem Hund (auch dem Pferd) eine sicher Bindung zu gewährleisten (Bindungstheorie nach Bowlby)

Die Anwendung der o. g. Bindungstheorie bei Hunden kommt erst ganz allmählich in das Bewusstsein der Menschen, widerspricht sie doch jeder Art bisheriger Hundehaltung und -erziehung. Derzeit ist das Wort „Bindung“ zwar in aller Hundehalter Munde, jedoch geht man tatsächlich noch immer davon aus, diese „Bindung“ beim Hund trainieren zu können, ja, zu müssen. Das ist natürlich völliger Unsinn.

Nach mehr als 10 Jahren erfolgreicher ganzheitlicher (Körper & Geist) Psychotherapie an eigenen und fremden Tieren haben wir, wegen des großen Bedarfs, die Ausbildung zum Traumafachberater für Hunde ins Leben gerufen und erweitern diese kontinuierlich.

Das Geheimnis erfolgreicher Tierpsychologie liegt allein im Wissen um die Human- speziell Kinderpsychologie.

Wie entstehen Traumata und psychische Störungen beim Hund?

Traumata entstehen durch Ereignisse, die der Hund nicht bewältigen kann. Dabei entstehen die Traumafolgestörungen nicht durch das Erlebnis selbst, sondern durch die erstarrte Energie, die nach dem Abklingen des Ereignisses nicht aufgelöst werden konnte. Solche Energierückstände bleiben im Nervensystem gebunden und können verheerend auf Körper und Geist wirken“ (Levine 1998) Der Neurologe und Psychiater Bessel von Der Kolk geht sogar davon aus, dass eine traumatische Erinnerung eine Information ist, die beinahe unverändert in ihrer ursprünglichen Form im Nervensystem gespeichert wird. Ist die Gefahr dann vorüber, entladen die Muskeln die chemische Reaktion und der Körper kommt wieder in den Ruhezustand zurück. Wird die Entladung verhindert, bleibt der Körper kontinuierlich im Stresszustand und es kann zu einer Traumafolgestörung kommen, der Hund zeigt dann manchmal nicht zu verstehende beziehungsweise nachvollziehbare Verhaltensweisen.

„Ein Trauma ruft eine biologische Reaktion hervor, die fließend und anpassungsfähig bleiben muss, also nicht erstarren darf“ (Levine)

Erstarrt die Reaktion jedoch, bleibt die Anspannung im Geist quasi stecken und jede Erinnerung, sei es durch einen Geruch, eine Situation, ein Lebewesen, ein Gefühl... ruft die selbe geistige und körperliche Reaktion hervor, wie sie zum Zeitpunkt des Erlebnisses war. Der Hund empfindet Todesangst. Diese Erinnerungen, die ganz plötzlich und manchmal auch ohne jeden ersichtlichen Reiz hervorgerufen werden, nennt man Flashback. Während eines solchen Flaschbacks (Wiedererleben) wird die gleiche Energie freigesetzt wie zum Zeitpunkt des Ereignisses und ruft in jedem Fall Todesangst hervor. Der Hund reagiert dann entweder mit Flucht, Kampf oder – meistens - mit Einfrieren, Erstarren.

Aber auch ohne Flashbacks kann es sein, dass der Hund nach dem traumatischen Ereignis kontinuierlich unter Stress steht und dauerhafte oder periodisch auftretende Angst- oder Panikstörungen, Depressionen, Aggressionen entwickelt.

Dass hier ein herkömmliches Hundetraining oder eine auf Desensibilisierung oder ähnliches gegründete „Therapie“ nicht greifen kann, sollte wohl klar sein.

Wir therapieren – wie bereits erwähnt – nach dem Vorbild der Kleinkinderpsychologie und haben damit großen Erfolg.

Fragen, Anregungen, Kritik? Schreib uns einfach!

Wenn Du auch traumatisierten Hunden helfen willst, dann melde Dich noch bis zum 31.01.2019 zu unserer umfassenden Ausbildung an - klick auf das Bild

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Traumafachberater f. Hunde werden...

Anmeldungen nur noch bis 30.01.2019

Im Gegensatz zum Menschen kommt der Hund nicht nur „unreif“ auf die Welt er bleibt ein Leben lang besonders auf Personen in seiner Umgebung angewiesen, die ihm neben äußerer Versorgung wie Nahrung, Schlaf und Schutz, auch Nähe, Liebe und Geborgenheit gewährleisten. Auf Grund dieser Unreife sind Hunde aber auch besonders verschiedensten Risiken einer Traumatisierung ausgesetzt. Sie können sich rasch in ausweglosen Situationen, z.B. medizinische Eingriffe, Unfälle, Vernachlässigung etc., befinden, in denen weder Flucht, noch Angriff möglich und denen sie hilflos ausgeliefert sind. Ist dieses Erleben mit sehr starkem, überflutenden und evtl. auch andauernden oder sich wiederholenden Stress verbunden, kann es auf Grund der noch nicht gefestigten Persönlichkeitsstruktur und noch nicht ausreichend abgeschlossenen Gehirnentwicklung zu schweren Traumatisierungen kommen, die lebenslange belastende Auswirkungen nach sich ziehen können.

Das Bewusstsein für traumatische Belastungen und wie sich diese Erlebnisse auf Hunde lebenslang auswirken, gewinnt in den tierbezogenen Berufen immer mehr an Bedeutung.

Was aber können traumatische Erlebnisse sein und wie begegnen wir diesen Hunden und ihren Bezugspersonen in unserer Therapie? Neben den „üblichen“ Erfahrungen wie Missbrauch, Unfälle, schwere Operationen, etc. gehören aber auch belastende (Bindungs-) Erfahrungen, wie Vernachlässigung, direkte und indirekte Gewalterfahrungen, Verlust von Bezugspersonen z. B. durch Scheidung und das Zusammenleben mit psychisch kranken oder belasteten Haltern dazu. Auf diese Hunde/Bezugspersonen treffen wir immer häufiger in unserem therapeutischen Alltag.

Wie müssen wir damit umgehen? Dafür fehlt uns oft das nötige Rüstzeug! Und vor allem, da immer mehr erkannt wird, dass trainingsbasirende/tierpsychologische Maßnahmen bei traumatisierten Hunden nicht so optimal greifen, manchmal sogar schädlich sind.

Aus diesem Grund bedarf es einer fundierten Ausbildung, sowie einer intensiven Selbsterfahrung, um eine feinfühlige professionelle Haltung entwickeln zu können. Des weiteren sollen in der Ausbildung auch konkrete Handwerkszeuge für die Arbeit mit dem traumatisierten Hund, aber auch den Bezugspersonen gemeinsam erarbeitet werden, die passgenau auf das jeweilige Arbeitsfeld zugeschnitten sind.

Dazu gehören neben therapeutischen Techniken mit dem Hund und den Bezugspersonen, Stabilisierungsmethoden, Akut- und Kriseninterventionen, bindungsorientierte Ansätze und das Kennenlernen verschiedener traumatherapeutischer Behandlungsmethoden für jeden Hund. Diese Methoden sollen dann in Kleingruppen in Selbsterfahrung eingeübt werden. Erste praktische Anwendungen im Arbeitsalltag sind dann nach der Ausbildung somit auch direkt möglich.

  • Die Online-Module werden stehen jedem Teilnehmer für jeweils 12 Monate zur Verfügung, die Praxistage werden jedes Jahr wiederholt, so dass eine Teilnahme des gesamten Curriculums auch über einen längeren Zeitraum möglich ist.
  • Jedes Modul kann auch einzeln, ohne Ziel der Zertifizierung, gebucht werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die einzelnen Module ständig erweitert und verbessert werden und nicht alle gleichzeitig freigeschaltet werden.
  • Jedes Modul enthält eine Menge Aufgaben, die durch den Kursleiter korrigiert und individuell ausgearbeitet werden.
  • Jedes Modul wird einzeln gebucht

 Ausbildungsinhalte der Traumapädagogik und Traumazentrierten Fachberatung für Hunde (Änderungen und Erweiterungen möglich)

 Modul 1 – Intro

  • Es beginnt bereits vor der Geburt
  • Wie ein Hund aufwachsen sollte vs. Realität
  • Erziehungs- und Trainingsfehler und die Folgen für die Psyche

 und

 Grundlagen der Psychotraumatologie und Einführung in die Traumapädagogik (350 early bird bis 01.04.2017 – 250)

  • Konzepte der Traumazentrierten Fachbereiche
  • Begriff psychischer Traumatisierung/ Prozess psychischer Traumatisierung: Traumaverarbeitung im zeitlichen Längsschnitt
  • Akute und chronische Folgen psychischer Traumatisierung
  • Varianten psychotraumatischer Syndrome
  • Physiologie psychischer Traumatisierung
  • Phasen-Modelle in der Traumapädagogik
  • traumazentrierte Beratung und Therapie
  • Überblick zu traumaspezifischen Behandlungsverfahren
  • Entstehung von prä- und perniatalen Traumata, sowie die "üblichen" postnatalen Traumata und Belastungsstörungen
  • neueste Kenntnisse der Neurophysiologie und Kynologie
  • Symptomatik bei traumatisierten Hunden

 Modul 2 - Stabilisierungstechniken und Ressourcenaktivierung

  • Ebenen der Stabilisierung: körperlich, sozial, psychisch
  • Das Phänomen Gefühlsübertragung in der Traumatherapie
  • Voraussetzungen und Möglichkeiten interaktioneller Elemente der Stabilisierung
  • Grundlagen der Bindungstheorie
  • Bindung und Trauma
  • Aufbau einer stabilen, sicheren Bindung zwischen Bezugspersonen und Hund 
  • Prä- und perinatale Traumata mit craniosacraler Traumatherapie behandeln

 Modul 3 - Krisenintervention und Akuttraumata

  • Akute und chronische Folgen psychischer Traumatisierung erkennen
  • Varianten psychotraumatischer Syndrome
  • Physiologie psychischer Traumatisierung
  • Traumaspezifische Kriseninterventionen bei dissoziativen Zuständen,selbstschädigendem und suizidalem Verhalten
  • Akuttrauma: Interventionen
  • Trauma und Trauer

 Modul 4 - Bindung und Traumata

  • Überblick Bindung/ Bindungstraumatisierung
  • transmarginaler Stress
  • Pränatale Bindung: Suche nach Bezogenheit Pränatale Bezogenheit, ihre Formen und Einfluss auf die Bindungsfahigkeit des Hundes
  • Prä- und perinatales Trauma. Bipolare Regulation des Traumas. Identitatsstiftende Bindungsebenen: Essenzielle versus Interpersonelle Bindung. Pränatale Resonanzprozesse
  • Entstehung, Folgen und Behandlung
  • Traumaspezifische Übrtragungs- und Gegenübertragungsmuster
  • Transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen

 Modul 5/ 6 - Traumaintegration + Supervision (250)

  • Anamnese, Diagnose
  • Methode für die direkte Traumaarbeit mit den Bezugspersonen
  • Methoden der Traumaintegration (Bsp: TRIMB)
  • Traumatherapie über Stellvertreter (Gefühlsübertragung nutzen)
  • Unterstützung/Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse
  • Supervision mit rollen-, aufgabenspezifischer und persönlicher Selbstreflexion
  • Supervision eigener Fälle

 Modul 7 – Selbsterfahrung, Ressourcenarbeit, Bindungsarbeit (250)

  • Reflexion der eigenen beruflichen Rolle in Bezug auf Biografie und Gegenwart
  • Zwischen professioneller Distanz und Mitgefühl
  • direkte Traumaarbeit mit den Bezugspersonen
  • inkl. Selbsterfahrung und Einüben der Methodik
  • Aufbau einer stabilen, sicheren Bindung zwischen Bezugspersonen und Hund 

 Modul 8 - Praxis und Zertifizierung (580)

Tag 1 - Praxis und Reflexion:

  • • Einüben traumazentrierter Grundhaltungen
  • • Beziehungsgestaltung in Pädagogik und Beratung
  • • Selbsterfahrung Distanzierung und Ressourcenaktivierung

Tag 2 - Soziale Stabilisierung

  • Basale Selbstfürsorge
  • Körperliche Stabilisierung
  • Verbesserung/Verfeinerung der Selbstwahrnehmung
  • Einfache Entspannungstechniken
  • Techniken zur Körpersynchronisation und –integration

 Tag 3 – Körperliche Stabilisierung

  • Schaffen einer sicheren Umgebung
  • Arbeit mit Bezugspersonen
  • Mobilisierung sozialer Ressourcen
  • Netzwerkarbeit

Tag 4 - Praxis und Reflexion

  • Einüben traumazentrierter Grundhaltungen
  • Beziehungsgestaltung in Pädagogik und Beratung
  • Selbsterfahrung Distanzierung und Ressourcenaktivierung

Tag 5 – 7 - I.B.T.H

  • Einführung in die Methode I.B.T.H (integrative bindungsorientierte Traumatherapie f. Hunde
  • Einübung von körpertherapeutischen Massnahmen
  • Einführung in die Beratung der Beziehungspersonen
  • direkte Traumaarbeit mit den Bezugspersonen
  • inkl. Selbsterfahrung und Einüben der Methodik
  • Aufbau einer stabilen, sicheren Bindung zwischen Bezugspersonen und Hund 

Tag 8 – Wiederholung und Prüfung

  • Wiederholung und Supervision
  • schriftliche Prüfung
  • mündliche Prüfung

Tag 9 – Praktische Prüfung, Zertifizierung und Abschlussfeier

 Die einzelnen Module können hier gebucht werden (klick auf das Bild)

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Das OSIRI-Projekt

Quasi seit Anbeginn der Zeit (also meiner Zeit:-) kümmern wir uns um Tiere, die verlassen, verletzt, gequält oder auch einfach nicht gewollt sind. Meine Eltern waren dabei meine Vorbilder und so bin ich mit dem Tier – insbesondere Hundevirus – infiziert. Während meines Studiums der Psychologie (sowohl Human, als auch Tierpsychologie) war ich durch dieses Engagement immer wieder in die Lage versetzt, Hunden aus diversen Traumata heraus zu helfen. Meine Intension während des Studiums lag deshalb eindeutig auf Kinderpsychologie, denn die Parallelen zwischen Kindern und Hunden waren sehr eindeutig für mich. Heute gilt es als erwiesen, dass Hunde mental und psychisch einem Kleinkind entsprechen.

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In den letzten Jahren fiel uns immer wieder auf, dass viele Menschen guten Willens Tiere aus dem Tierschutz adoptieren und dann damit, völlig überfordert allein gelassen werden. Viele (Tierschutz)tiere leiden unter den diversen psychischen Störungen (Angststörung, PTBS uvm.) Diese Tiere verhalten sich nicht so, wie die Adoptanten es erwarten. Sowohl Mensch als auch Tier sind frustriert. Viele wandern dann von Hundeschule zu Hundeschule, von Tierpsychologe zu Tierpsychologe, von Tierarzt zu Tierarzt – ohne überhaupt nur annähernd an die Ursache des Problems heranzukommen. Das Ende vom Lied ist dann oft, dass der Hund wieder abgegeben wird und für dieses Tier beginnt dann eine erneute Odyssee, in der er entweder immer weiter gereicht oder im Tierheim verbleiben wird.

Hier greifen wir ein und haben die private Initiative OSIRI gegründet. Bis heute bleiben die Hunde, die wir aufgenommen haben, in der Regel lebenslang bei uns.

Osiri soll nun in erster Linie vermittelnd eingreifen und sich zwischen dem Auffinden eines Hundes und dessen Weitergabe einschalten. Nicht als Pflegestelle sondern ausschließlich zur Therapie und Resozialisierung des Hundes. Dabei beziehen wir die künftige Familie in die Therapie zu 100 % ein.

Gleichzeitig bilden wir auch auf Trauma- und Traumafolgestörungen spezialisierte Menschen aus, um flächendeckend helfen zu können. Dabei legen wir Wert darauf, nicht zu trainieren sondern wirklich zu therapieren - im Sinne von Psychotherapie.

Derzeit steht bei uns der Aufklärungs- und Beratungsaspekt an erster Stelle. Viele Beratungen führen wir online und kostenlos durch, wenn wir auf Menschen treffen, die aktiv mitarbeiten und keine Hauruck-Lösung wollen.

Das ist für uns Tierschutz an der richtigen Stelle und wird langfristig helfen, dass die Tiere im Land bleiben können und nicht an vorübergehende Stellen oder Tierheime in D, A, CH weitergeleitet werden.

OSIRI wird das Trauma-Therapie-Zentrum für Hunde! Hilf uns dabei und klick auf das Bild :-)

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Hund und Ball

Spiel, Motivation oder Ersatzbefriedigung

 

Es ist merkwürdig, worüber man manchmal urplötzlich nachdenkt. Hund und Ball ist doch ein alltägliches Bild, nichts, worüber man nachdenken muss. Oder doch? Da spielt ein Hund mit dem Ball – Herrchen oder Frauchen wirft den Ball, der Hund rast wie ein Berserker hinterher und bring das Balli brav wieder zu Frauchen oder Herrchen. Der nimmt den Ball und wirft ihn wieder. Das geht lange, lange so weiter. In der Regel so lange, bis Frauchen oder Herrchen das „Spiel“ abbricht.  

dachshund 2801454 1920 269x300 Wenn ich das sehe, habe ich immer Mitleid mit dem Hund. Ja, sicher, ich habe eben eine andere Denkweise als die meisten Hundehalter, oft genug sogar eine sehr extreme – wie eben zum Thema ballspielende Hunde....

Ich frage mich, ob das für den Hund „Spiel“ ist. Ist es nicht so, dass auch Ballspiel oder Stöckchen holen für den Hund eine Gehorsamsübung darstellt. Eine Übung, die durch den Adrenalin-Ausstoß sogar zur Sucht werden kann? Welcher Hund würde einem anderen Hund den Ball wegwerfen und darauf warten, dass der blöde Hund ihm seine Beute wieder freiwillig zurück gibt? Also ich kenne keinen. Wenn es aber kein Spiel ist, ein Hund dennoch freiwillig irgendwann mit irgendeinem Spielzeug vor seinem Herrn und Gebieter steht – ist das dann eine Aufforderung zum Wegwerfen des Spielzeugs? Ist es nicht eher eine Aufforderung, sich gemeinsam mit diesem Gegenstand zu beschäftigen – wie Hunde untereinander es auch tun: durch Zerren (und den Hund auch gewinnen lassen), durch eine Jagd nach der Beute, indem der Hund mit seinem Gegenstand losrennt und Herrchen/Frauchen mit Begeisterung hinterher hechtet, mal um den Gegenstand zu ergattern, aber oft genug erfolglos? dog 1367297 1920 300x200

Wenn für den Hund nun Spielen etwas ganz anderes bedeutet als für uns Menschen, sollten wir dann nicht übelegen, ob der Hund dieses „Apportieren“ nicht auch als Ersatzbefriedigung braucht, weil ihm sonst Anerkennung und vielleicht „ehrliche Freude“ seines Menschen fehlen?

Wenn Hunde durch den Ball angeblich motiviert werden.... wozu werden sie denn motiviert? Was ein Hund will, ist Eigentum besitzen – etwas für sich allein zu haben. Spielzeug eben. Er will mit seinem Menschen in Aktion treten – nicht für ihn. Er will die ehrliche Begeisterung seines Menschen beim Spiel erfahren, nicht indem er Leckerlis zugesteckt bekommt, wenn er sein Spielzeug wieder und wieder bereitwillig (mehr oder weniger) an seinen Menschen abgibt. Psychologisch gesehen, ist der Ball (das Stöckchen, oder weiß-der-Kuckuck-was) für den Hund das, was für das Menschenkind der Schnuller ist – es soll ruhigstellen. Schnauze halten und bring das Balli....

Was also hat dieses Ballgewerfe mit Spielen zu tun? Wo bleibt der Hund dabei? Ja, ich weiß, spätestens jetzt kommt das Argument: Der Hund hat aber Spaß dabei.... Hat er das wirklich? Weil er freundlich wedelt, wenn sein Mensch ihm sein Spielzeug (es ist ja eigentlich das Spielzeug seines Menschen) wieder abnimmt? Ist es, weil er in eindeutiger Erwartungshaltung vor seinem Menschen sitzt oder steht, bis der wieder den Ball durch die Gegend schleudert? Vielleicht wartet der geduldige Hund ja nur darauf, dass sein Mensch ihn endlich versteht und mit ihm spielt, so wie Hunde eben spielen?????

Fazit: Wenn schon Ballspiel, dann bitte MIT dem Hund (renn um die Beute, versteck die Beute, verteidige die Beute und lass den Hund die Beute verstecken oder verteidigen).

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