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Webinar-Reihe "Die Psyche des Hundes"

Vor über 10 Jahren wurden durch die Studien von Coren und anderen unsere Thesen endlich bestätigt: Hunde sind geistig und psychisch Kindern im Alter von bis zu 2,5 Jahren ähnlich. Dadurch wurde gleichzeitig wissenschaftlich auch bestätigt, was wir seit über 20 jahren postulieren und ausführen: Psychische Probleme bei Hunden können wie bei Säuglingen und Kleinkindern therapiert werden.
Leider dringt es erst heute in Europa nur sehr langsam in das Bewusstsein der Menschen, dass Hunde tatsächlich wie Menschen auch nicht nur physische Krankheiten haben sondern auch unter psychischen Störungen leiden können. Dass man diese Störungen und Krankheiten wie bei Menschen therapieren und heilen kann, wird leider heute noch häufig, sogar unter Fachleuten, abgestritten.
Vorwiegend setzen sich Humanpsychologen mit der Psyche des Hundes auseinander. Das ist logisch und nachvollziehbar, braucht es schließlich ausreichendes Hintergrundwissen im Bereich der Psychologie. Nur so ist es möglich, für Hunde akzeptable Anamnesen, Diagnosen und Therapien zu erstellen. Dass diese ein langes und intensives Universitäts-Studium absolviert haben, versteht sich von selbst.
Wir sind jedoch der Meinung, dass man (zumindest) ein Basiswissen in allen Bereichen der Hundepsychologie auch offenen und intelligenten Menschen ohne Psychologie-Studium nahebringen kann. Nur so können in den nächsten Jahren mehr Menschen den Tieren und ihren Haltern effektiv helfen. Das sehen wir als unsere Aufgabe.
Mit dieser Webinar-Reihe wollen wir aufklären und gleichzeitig ein paar interessierte Menschen dazu bringen, sich intensiv mit den Themen zu beschäftigen.

Für Infos klick auf das jeweilige Bild.

Hunde mit psychischen Strungen 31.08.2019 ab 20:00 Uhr   Hund mit 28.09.2019 ab 20:00 Uhr   TWebinar 19.10.2019 ab 20:00 Uhr
    WebinarFamiliensystem    
     05.10.2019 ab 20:00 Uhr    

Die kranke Psyche....

des Menschen und die Auswirkungen

Zunehmend aggressiver werdender Kapitalismus bedingt, dass auch die Gesellschaft, der einzelne Mensch, immer aggressiver wird und emotional verroht. Gewalt prägt unsere sogenannte zivilisierte Gesellschaft, die sich auch noch sozial nennt. Das agonistische Verhalten hat sich längst in zwischenmenschlichen und auch in artübergreifenden Beziehungen durchgesetzt. Kinder werden zu kleinen Sadisten erzogen, weil die Gesellschaft (also auch Eltern, Lehrer, Kindergärtner, TV-Moderatoren, usw.) es ihnen vorlebt.

Schon Friedrich Hebbel schrieb 1844 einen Satz in sein Tagebuch, der genauso gut von heute stammen könnte:

Die negative Tugend: der Gefrierpunkt des Ich

Hebbel hat die Wandlung von einer traditionalen Gemeinschaft ( Als traditionelle Gesellschaft oder vormoderne Gesellschaft bezeichnen soziologische Theorien eine Gesellschaftsform, die als Vorgängerin der modernen oder modernisierten Gesellschaft gesehen wird - Wikipedia)in eine kapitalistische Gesellschaft hautnah miterlebt. Er war entsetzt, wie schnell die Menschen innerlich erkalteten und sich entfremdeten. Er hielt das in seinen Dramen und Tagebüchern fest.

Die Jahre des Neoliberalismus waren geprägt von Eiseskälte und haben die Menschen selbst eisig werden lassen. Die Gefühle des Menschen wurden förmlich eingefroren. Diese innere Kälte wurde und wird an die Außenwelt weiter gegeben. Es ist ein großer, ein riesengroßer Unterschied, ob man in einer Gesellschaft aufwächst, in der schwachen und nicht so leistungsfähigen Mitmenschen solidarisch beigestanden und ihnen geholfen wird, oder in einer, in der Schwächere der Verelendung preisgegeben und bestenfalls mit Hohn und Spott versehen oder gar gequält und letztendlich getötet, also ausgemerzt werden.

psychopathy 556x380Hört man den Menschen zu, wenn Sie miteinander umgehen, so ist die Sprache beeinflusst von Beleidigungen, bösartigen Anspielungen auf Schwächen des Gegenübers und artet aus in einer Fäkalsprache, die ihresgleichen sucht. Rücksichtslosigkeit wird propagiert und ist den Menschen längst in Fleisch und Blut über gegangen. Der zwischenmenschliche Umgang ist geprägt von bis zur Egomanie gesteigertem Individualismus, Zynismus, Gleichgültigkeit und Feindseligkeit.

 

Dr. Götz Eisenberg schrieb bereits 2011:

Das Innenleben des allseits kompatiblen und fungiblen Menschen, den Markt, Wirtschaft und Pädagogik propagieren, weist eine große Ähnlichkeit mit dem eines Menschentypus’ auf, den wir heute noch als „Psychopathen“ stigmatisieren und den Gefängnissen und forensischen Psychiatrien überantworten. Wenn hier vom „Psychopath“ die Rede ist, ist nicht die umgangssprachliche Bedeutung gemeint, die darunter einen „durchgeknallten, unberechenbar-brutalen Typ“ versteht, sondern eine psychiatrische Diagnose, die in jüngerer Zeit von den amerikanisch-kanadischen Psychiatern Cleckley und Hare formuliert wurde. Die Diagnosemanuale beschreiben den „Psychopath“ als zur Einfühlung in andere unfähig, oberflächlich charmant, anpassungsfähig, zynisch-kalt, bindungs- und skrupellos und ausschließlich an privater Nutzenmaximierung interessiert.

(fungibel = austauschbar)

Seit 2011 hat sich dieses Menschenbild drastisch potenziert und längst sitzen die Psychopathen nicht mehr in Gefängnissen sondern haben Machtpositionen inne, sitzen in Banken, Gerichtssälen und in der Regierung.

Wir züchten Psychopathen und Soziopathen, indem wir bereits unsere Kinder mechaniseren. Wir wollen, dass unsere Kinder „angepasst“, „brav“ sind und „funktionieren“. Allerdings ist kaum ein Elternteil in der Lage, dazu durch persönlichen Einsatz, Nervenstärke und Empathie beizutragen, schon allein deshalb, weil sie selbst schon in dieser Richtung erzogen wurden. Anpassung um jeden Preis war und ist die Devise. Die Erziehung wird Maschinen überlassen, Kindergärtnern und Lehrern und somit auch die Kinder dem Einfluss der Eltern größtenteils entzogen. Dadurch wurden und werden bereits in Kindergärten und Schulen die Kids Leistungsdruck, Vereinsamung, Mobbing und Feindseligkeit ausgeliefert. Schon werden psychische Frigidität, Empathie- und Gewissenlosigkeit reproduziert. Kinder, die dagegen rebellieren, werden mit Ritalin ruhig gestellt – nur ja keine Arbeit mit ihnen haben.

Ritalin und andere Psychopharmaka sollen das übernehmen, was die Eltern und Umwelt nicht vermögen: die Kinder fit machen für den Kampf gegen die Konkurrenz.

Gerade noch werden meist die physischen Bedürfnisse der Kinder erfüllt, teilweise sogar übererfüllt – die seelischen Grundbedürfnisse bleiben auf der Strecke. Statt „Mama“ oder „Papa“ ist das erste Wort, das die Kleinen aussprechen „Meins“ geworden. Materialistisch werden sie erzogen, sie lernen durch Imitieren, dass alle anderen besser sind, mehr besitzen, modischer sind, mehr Taschengeld bekommen. Sie lernen von den Eltern, was Neid ist und werden neidisch gemacht. Neid ist eines jener Emotionen, die darauf gerichtet sind, anderen Schaden zuzufügen. Neid und Hass liegen nahe bei einander.
Schon lange sind Psychologen und Neurologen dem „Trio Infernale“ der gefährlichen Gefühle – Hass, Neid, Eifersucht – auf der Spur, mittlerweile haben britische Wissenschaftler ein Hirnareal geortet, das diese Gefühle in Gang setzt. Sie wiesen nach, dass zwei Bereiche des Frontallappens im Gehirn mit erhöhtem Stoffwechsel reagieren, wenn der Mensch Hassauslösern ausgesetzt ist. Dieser Erhöhung des Stoffwechsels bereitet den Menschen auf ein Handeln vor, auch auf ein gewaltsames. Sogar die Intensität des Hassgefühls lässt sich messen.

Ursache für Neid und Hass, so haben Wissenschaftler festgestellt, ist Selbsthass (deshalb sind Hunden die Emotionen Eifersucht, Neid und Hass fremd). Dieses Phänomen tritt nach Prof. Gruen dann auf, wenn Kinder von Anfang an in ihren Wünschen und Bedürfnissen (seelischen und körperlichen) eingeschränkt werden. Kinder dürfen nicht so sein wie sie wollen, sie müssen sich anpassen, unterordnen. Dadurch fehlt den Kindern die unbedingt nötige Anerkennung der eigenen Emotionen und dies führt schon bei Kleinstkindern zu einer Selbstverleugnung („zur Verleugnung des Selbst“) und geht bis zur Bildung eines „Fremd-Ichs“ zum „Selbstverrat“. Je stärker der Selbstverrat wird, umso größer wird der psychische Schaden. Kinder, die solchen Selbstverrat üben, werden zu Erwachsenen, die andere mobben, werden zu psychischen oder gar physischen Sadisten.

In zunehmenden Masse wie der Zwang zum Selbstverrat steigt, steigt auch das Bewusstsein nicht liebenswert zu sein und sie verlernen zu lieben und Liebe ohne Gegenleistung anzunehmen.
Aber auch Schuldgefühle können die Kinderseele vergiften. Wenn Eltern lieblos sind, ihr Kind mechanisieren wollen, das Kind und seine Bedürfnisse ignorieren, sucht das Kind die Schuld dafür bei sich. Diese Schuldgefühle potenzieren sich und begleiten das Kind ein Leben lang.

Wird der Mensch von Selbsthass getrieben, reagiert er sich entweder an Schwächeren ab (verbal oder körperlich) oder er lernt bereits früh, dass er Liebe empfängt, wenn er sich anpasst. In beiden Fällen ist eine Gefühlskälte und Empathielosigkeit die Folge.
Dieser Selbsthass des Menschen, die mangelnde Empathiefähigkeit machen auch vor der Psyche des Hundes nicht Halt. Der Hund, der auf den Menschen angewiesen ist, wird ebenso mechanisiert, muss funktionieren, sich anpassen oder wird bestraft. Auch er wird mit Liebesentzug, mit dem Entzug von Ressourcen und der völligen Ignoranz seiner seelischen Bedürfnisse in ein Korsett gezwungen, dass ähnliche psychische Folgen hat wie beim Menschen: der Hund wird aggressiv oder depressiv bis hin zur völligen Unterwerfung mit absoluter Teilnahmslosigkeit.

Das Phänomen der Selbstverleugnung und des Selbsthasses hat quasi mit der Industrialisierung begonnen und wird weiter fortgeführt. Mittlerweile leben wir in einer Gesellschaft, die sich aufteilt in die Mehrheit der „Angepassten“, den etwas wenigeren „Sadisten“ und der Minderheit der selbstsicheren, zufriedenen und aggressionslosen Menschen.

Johann Wolfgang von Goethe schrieb:

Der Hass ist ein aktives Missvergnügen, der Neid ein passives

Das ist auch der Grund dafür, dass Neid so schnell in Hass umschlägt. Auch dem Neid liegt ein falsches Selbstbild zugrunde, ein Minderwertigkeitsgefühl.

Geht es den Neidern vordergründig darum, dass andere mehr materiellen Besitz haben, so ist es doch so, dass sie den anderen um die Zufriedenheit beneiden, die mit dem materiellen Besitz einher zugehen scheint.

Der Neider ist mit sich selbst unzufrieden und hält den anderen für wertvoller, weshalb er alles daran setzt, dass dem Beneideten schlecht geht und schreckt dabei weder vor Verleumdung, Mobbing noch vor tätlichen Angriffen zurück.

Die Eifersucht ist die Emotion des doppelten Gefühls: der Zweifel an sich selbst und der Zweifel an dem anderen Menschen. Auch hier ist die Ursache in frühester Kindheit zu suchen, der Mensch hält sich selbst für nicht liebenswert.

Verhaltenstherapie vs Psychotherapie b. Hunden

Verhaltenstherapie:

Die Grundidee der Verhaltenstherapie:

Aktuelle Leiden beruhen zum Teil auf eingefahrenen Vorstellungen und Reaktionsmustern, die die Betroffenen im Laufe Verhaltenstherapie1 des Lebens herausgebildet haben. Diese lassen sich jedoch wieder ändern.

Das bedeutet nichts anderes als: Verhaltensmuster entstehen durch Konditionierung und können demnach auch durch Umkonditionierung wieder verändert werden. Hier steht das gegenwärtige Verhalten im Vordergrund – die Vergangenheit, die Ursachen sind nicht relevant.

Eine reine Verhaltenstherapie (und wir sprechen hier von einer Therapie durch „echte“, also studierte Psychologen und nicht von Trainern) birgt demnach große Gefahren:

Verhaltenstherapie2Es werden bestenfalls Symptome behandelt
Umkonditionierung lässt die Psyche außer acht und kann zu weiteren psychischen Problemen führen
Studierte Psychologen, die Verhaltenstherapie durchführen, haben fundiertes psychisches Wissen und erkennen, wann die Umkonditionierung kontroproduktiv ist.
In der Humanpsychologie steht die Verhaltenstherapie selten allein, sie ist lediglich ein geringer Anteil der Psychologie.
Dabei analysieren Therapeut und Patient gemeinsam das Problem und erarbeiten Veränderungsmodelle. Wer als Mensch beispielsweise unter einer Phobie leidet, soll im Laufe einer Verhaltenstherapie lernen, mit seinen Ängsten besser umzugehen. Das geschieht meist in Form von kleinen Alltagsaufgaben, die der Therapeut dem Patienten zwischen den Sitzungen aufgibt. Dazu sind eine hohe Eigenmotivation und die Bereitschaft notwendig, im Alltag aktiv an der Lösung der eigenen Probleme zu arbeiten. Dass diese Eigenmotivation und die hohe Bereitschaft zur Änderung beim Hund nicht vorhanden sein k a n n, ist eine logische Schlussfolgerung.

Bei der sogenannten Tierpsychologie geht es lediglich darum, dem Hund das „unerwünschte“, jedoch meist natürliche Verhalten abzutrainieren und bestenfalls durch ein anderes, „erwünschtes“, wenn auch unnatürliches Verhalten zu ersetzen. Dass dies nichts mit Psychologie zu tun hat, liegt auf der Hand.

Psychotherapie

Dieses Verfahren geht auf Sigmund Freud zurück, den Begründer der Psychoanalyse. Es geht davon aus, dass der Mensch in der Kindheit und im Laufe seiner Entwicklung bestimmte Prägungen erfährt. Diese entscheiden darüber, wie man mit Herausforderungen oder Konflikten umgeht. Psychische Erkrankungen können das Resultat nicht bewältigter Entwicklungsschritte, aber auch innerer Konflikte oder traumatischer Erlebnisse sein.

Man weiß mittlerweile, dass genau das auch auf den Hund zutrifft.

Der Therapeut nimmt bei der Behandlung eine neutrale Rolle ein. Seine Aufgabe besteht darin, dem Patienten das Verdrängte bewusst zu machen. Das geschieht meist mit der Methode der freien Assoziation. “Der Patient liegt typischerweise auf einer Couch, der Therapeut sitzt außerhalb seines Blickfeldes hinter ihm”, erklärt Dr. Bruno Waldvogel, Therapeut und Psychoanalytiker in München. Die Sitzungen verlaufen offen, der Patient erzählt, was ihm gerade einfällt. Auf diese Weise wiederholen sich während der Therapie typische Denk- und Beziehungsmuster des Patienten. Sie werden so für ihn und den Therapeuten bewusst erlebbar und lassen sich bearbeiten. Auf Patientenseite erfordert das Verfahren eine hohe Bereitschaft, in sich selbst hineinzusehen und die eigenen Gefühle zu beschreiben. Sitzungen finden etwa zwei- bis viermal pro Woche statt.

Da Hunde ja nichts erzählen können, was jedoch auch auf Kleinkinder und Säuglinge zutrifft, ist auch diese Methode nur ein winziger Teil der eigentlichen Therapie. Beim Kleinkind und Hund geht es weniger darum, das Verdrängte bewusst zu machen, es geht darum, die Ursache bzw. die Trigger (Auslöser) des psychischen Problems zu erkunden. Dann sind andere Methoden angebracht, dem tierischen Patienten aus seiner Krise zu helfen.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Beim tiefenpsychologischen Verfahren richtet sich der Blick auf das unbewusste Erleben und Verhalten des Patienten – ähnlich wie bei der Psychoanalyse, aus der es sich entwickelt hat. Nicht gelöste innere Konflikten oder Traumata bestehen bis in die Gegenwart fort, so die These, und verursachen dort die psychischen Leiden. Das Wort “tief” hat eine doppelte Bedeutung: Es bezieht sich sowohl auf die zeitliche Dimension als auch auf die Tiefe der psychischen Prozesse.

Während die analytische Psychotherapie eher auf eine ganzheitliche Veränderung problematischer Muster abzielt, konzentriert sich der tiefenpsychologische Ansatz auf die Lösung der konkreten Problemstellungen.

Auch diese Art der Therapie beruht im Humanbereich vorwiegend auf Gespräche. Auch diese Therapie ist sowohl beim Kleinkind als auch beim Hund nicht angebracht.

Systemische Psychotherapie

Unter diesen Begriff fällt eine Vielzahl von therapeutischen Verfahren, die unabhängig voneinander entstanden sind. Dementsprechend gibt es keinen einheitlichen Therapieablauf. Gemeinsam ist den Verfahren allerdings, dass nicht nur der Patient im Mittelpunkt steht, sondern sein gesamtes Umfeld einbezogen wird, beispielsweise seine Familie und andere wichtige Bezugspersonen. Daher auch der Name “systemisch”.

Die Ursache für psychische Probleme vermuten systemische Ansätze in gestörten Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen zwischen den beteiligten Personen. Der Therapeut versucht mit dem Patienten die Verhaltensweisen zu optimieren. Dabei kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Neben Einzelgesprächen sind Fragen in der gemeinsamen Runde häufig, bei denen Beteiligte ihre Sicht über den Stand der Beziehungen darlegen und diese zur Diskussion stellen. Ziel ist es, die Probleme durch bereits bestehende, aber versteckte Ressourcen und Fähigkeiten des Patienten zu lösen.

Dank der Vielzahl der Ansätze und Therapiemöglichkeiten ist die systemische Psychotherapie die optimale Therapie für Säuglinge, Kleinkinder und Hunde.

Systemische Psychotherapie braucht sehr viel Wissen über die Psyche und eben die verschiedenen Möglichkeiten. Gerade in der Therapie von Hunden ist das Umfeld, insbesondere die Bezugspersonen, extrem wichtig. Jede Therapie läuft letztendlich über diese Bezugspersonen.

Wir bieten systemische Psychotherapie für Hunde an. Dank der Leitung durch eine promovierte Human- und Tierpsychologin steht weitreichendes Wissen und ein mehr als 30jähriger Erfahrungsschatz hinter DharmaWolf.

Vieles von diesem Wissen und der Erfahrung geben wir in unseren Aus- und Weiterbildungen an interessierte Menschen weiter.

Dabei ist aber immer zu bedenken, dass eine solche Aus- und Weiterbildung kein jahrelanges Hochschulstudium ersetzen kann und will.

Im Vordergrund steht bei DharmaWolf, dass die derzeitigen Trainingsmethoden und die sogenannten Tierpsychologischen Ansätze überdacht und durch Wissen über die Psyche (nicht ausschließlich das Verhalten) des Hundes ersetzt werden.

Dieses Wissen ist natürlich auch für jeden Hundehalter wichtig, denn es verändert die Welt des Hundes und des Menschen drastisch.

Als Vorreiter auf diesem Gebiet freuen wir uns über jeden, der sich für unsere Arbeit interessiert und erst recht über jeden, der sich Wissen aneignen und auch weitergeben will.

 

Übrigens: Psychotherapie für Hunde kann man lernen - hier (Klick auf die Unterschrift)

DharmaWolf sig web

 

Eine Kiste voll mit Seifenblasen

Jedes Tier auf dieser Erde bekommt von Petrus zu seiner Geburt eine Kiste voll mit Seifenblasen geschenkt.

Diese Kiste begleitet jedes von ihnen ihr gesamtes Leben lang, doch dieses Geheimnis kennen nur unsere geliebten Vierbeiner und Petrus.

Die Kiste ist am ersten Tag noch bis zum Rand gefüllt und jedes Mal, wenn wir Menschen unserem geliebten Tier etwas Gutes tun, ihn mit so viel Liebe anschauen, dass es uns selbst im Innern schon weh tut, platzt eine der Seifenblasen.

Am Tage, an dem unser Freund den letzten Weg geht, auf dem wir ihm noch nicht folgen können, gelangt er an die Tür von Petrus und Petrus öffnet jede einzelne Kiste.

Er sah schon Tiere, jung an Jahren die über die Regenbogenbrücke zu ihm kamen, noch nass vom Schweiß, die Striemen der Peitsche noch deutlich zu erkennen, ein Bein gebrochen und als Petrus die Kiste öffnete, war diese noch
randvoll mit Seifenblasen, nicht eine war geplatzt!
Traurig berührte er das arme Geschöpf, heilte seine Wunden und ließ es ein in sein Reich...

Er brauchte sich nicht die Mühe machen zu fragen, wie es dem Tier auf unserer Welt ergangen war.

Doch es gab auch Tiere, die im hohen Alter zu ihm kamen, zufrieden und doch mit einem traurigen Blick in den Augen, denn sie haben ihren Menschen zurücklassen müssen!!

Und als Petrus diese Kisten öffnete, platzte in diesem Augenblick die letzte Seifenblase!

Diese stand für die Tränen die der Freund auf Erden weinte, da er nach so vielen Jahren seinen treuesten Freund verlor.
Zufrieden streichelte er unsere Vierbeiner und fragte sie, wie sie ihr Leben gelebt hatten.
Diese schauten zurück zur Regenbogenbrücke und sagten, sie würden hier bei Petrus auf uns warten, denn das Leben an unserer Seite war voll von Harmonie und Glückseligkeit.

Petrus nickte, denn die Kiste, die nun leer vor ihm stand spiegelte genau das wider und auch sie ließ er ein in sein Reich, blickte herunter zu uns und lächelte, denn er wusste, dass eines Tages, genau an dieser Stelle unser geliebter Vierbeiner auf uns warten würde.

NETZFUND-QUELLE UNBEKANNT

Wir - Psychologie und Hunde

Es gibt seit neuerer Zeit einige revolutionäre wissenschaftliche Erkenntnisse, Hunde betreffend:

  1. Hunde erfahren ihre Halter wie Kinder ihre Eltern
  2. Hunde sind mental und psychisch mit Kindern im Alter von bis zu 2,5 Jahren vergleichbar
  3. Hunde wollen zum Menschen eine sichere Bindung aufbauen. Sie sind darauf angewiesen, wenn sie psychisch und physisch gesund bleiben wollen
  4. Hunde können, wie Menschen, unter psychischen Störungen = seelischen Erkrankungen leiden und – wie Menschen auch – psychosomatische Erkrankungen entwickeln
  5. Hunde leiden – wie Menschen - auch unter Traumata und deren Folgen

Schon während meines Psychologie-Studiums stellte ich Vergleiche zwischen Kinder- und Hundepsychologie an. In den letzten 30 Jahren bewies sich unsere Vermutung, dass sowohl Ursachen als auch Art der Folgen von Traumata und/oder psychischen Störungen bei Mensch und Hund mehr als ähnlich sind. Ergo war unsere Schlußfolgerung, dass man diese Ursachen und Störungen auch wie bei Kleinstkindern therapieren kann, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Die Einschränkung folgt aus der Tatsache, dass eben nicht jeder Halter in der Lage ist, dem Hund (auch dem Pferd) eine sicher Bindung zu gewährleisten (Bindungstheorie nach Bowlby)

Die Anwendung der o. g. Bindungstheorie bei Hunden kommt erst ganz allmählich in das Bewusstsein der Menschen, widerspricht sie doch jeder Art bisheriger Hundehaltung und -erziehung. Derzeit ist das Wort „Bindung“ zwar in aller Hundehalter Munde, jedoch geht man tatsächlich noch immer davon aus, diese „Bindung“ beim Hund trainieren zu können, ja, zu müssen. Das ist natürlich völliger Unsinn.

Nach mehr als 10 Jahren erfolgreicher ganzheitlicher (Körper & Geist) Psychotherapie an eigenen und fremden Tieren haben wir, wegen des großen Bedarfs, die Ausbildung zum Traumafachberater für Hunde ins Leben gerufen und erweitern diese kontinuierlich.

Das Geheimnis erfolgreicher Tierpsychologie liegt allein im Wissen um die Human- speziell Kinderpsychologie.

Wie entstehen Traumata und psychische Störungen beim Hund?

Traumata entstehen durch Ereignisse, die der Hund nicht bewältigen kann. Dabei entstehen die Traumafolgestörungen nicht durch das Erlebnis selbst, sondern durch die erstarrte Energie, die nach dem Abklingen des Ereignisses nicht aufgelöst werden konnte. Solche Energierückstände bleiben im Nervensystem gebunden und können verheerend auf Körper und Geist wirken“ (Levine 1998) Der Neurologe und Psychiater Bessel von Der Kolk geht sogar davon aus, dass eine traumatische Erinnerung eine Information ist, die beinahe unverändert in ihrer ursprünglichen Form im Nervensystem gespeichert wird. Ist die Gefahr dann vorüber, entladen die Muskeln die chemische Reaktion und der Körper kommt wieder in den Ruhezustand zurück. Wird die Entladung verhindert, bleibt der Körper kontinuierlich im Stresszustand und es kann zu einer Traumafolgestörung kommen, der Hund zeigt dann manchmal nicht zu verstehende beziehungsweise nachvollziehbare Verhaltensweisen.

„Ein Trauma ruft eine biologische Reaktion hervor, die fließend und anpassungsfähig bleiben muss, also nicht erstarren darf“ (Levine)

Erstarrt die Reaktion jedoch, bleibt die Anspannung im Geist quasi stecken und jede Erinnerung, sei es durch einen Geruch, eine Situation, ein Lebewesen, ein Gefühl... ruft die selbe geistige und körperliche Reaktion hervor, wie sie zum Zeitpunkt des Erlebnisses war. Der Hund empfindet Todesangst. Diese Erinnerungen, die ganz plötzlich und manchmal auch ohne jeden ersichtlichen Reiz hervorgerufen werden, nennt man Flashback. Während eines solchen Flaschbacks (Wiedererleben) wird die gleiche Energie freigesetzt wie zum Zeitpunkt des Ereignisses und ruft in jedem Fall Todesangst hervor. Der Hund reagiert dann entweder mit Flucht, Kampf oder – meistens - mit Einfrieren, Erstarren.

Aber auch ohne Flashbacks kann es sein, dass der Hund nach dem traumatischen Ereignis kontinuierlich unter Stress steht und dauerhafte oder periodisch auftretende Angst- oder Panikstörungen, Depressionen, Aggressionen entwickelt.

Dass hier ein herkömmliches Hundetraining oder eine auf Desensibilisierung oder ähnliches gegründete „Therapie“ nicht greifen kann, sollte wohl klar sein.

Wir therapieren – wie bereits erwähnt – nach dem Vorbild der Kleinkinderpsychologie und haben damit großen Erfolg.

Fragen, Anregungen, Kritik? Schreib uns einfach!

Wenn Du auch traumatisierten Hunden helfen willst, dann schau Dich mal auf unserer Online-Akademie um- klick auf das Bild

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