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Traumafachberater f. Hunde werden...

Anmeldungen nur noch bis 30.01.2019

Im Gegensatz zum Menschen kommt der Hund nicht nur „unreif“ auf die Welt er bleibt ein Leben lang besonders auf Personen in seiner Umgebung angewiesen, die ihm neben äußerer Versorgung wie Nahrung, Schlaf und Schutz, auch Nähe, Liebe und Geborgenheit gewährleisten. Auf Grund dieser Unreife sind Hunde aber auch besonders verschiedensten Risiken einer Traumatisierung ausgesetzt. Sie können sich rasch in ausweglosen Situationen, z.B. medizinische Eingriffe, Unfälle, Vernachlässigung etc., befinden, in denen weder Flucht, noch Angriff möglich und denen sie hilflos ausgeliefert sind. Ist dieses Erleben mit sehr starkem, überflutenden und evtl. auch andauernden oder sich wiederholenden Stress verbunden, kann es auf Grund der noch nicht gefestigten Persönlichkeitsstruktur und noch nicht ausreichend abgeschlossenen Gehirnentwicklung zu schweren Traumatisierungen kommen, die lebenslange belastende Auswirkungen nach sich ziehen können.

Das Bewusstsein für traumatische Belastungen und wie sich diese Erlebnisse auf Hunde lebenslang auswirken, gewinnt in den tierbezogenen Berufen immer mehr an Bedeutung.

Was aber können traumatische Erlebnisse sein und wie begegnen wir diesen Hunden und ihren Bezugspersonen in unserer Therapie? Neben den „üblichen“ Erfahrungen wie Missbrauch, Unfälle, schwere Operationen, etc. gehören aber auch belastende (Bindungs-) Erfahrungen, wie Vernachlässigung, direkte und indirekte Gewalterfahrungen, Verlust von Bezugspersonen z. B. durch Scheidung und das Zusammenleben mit psychisch kranken oder belasteten Haltern dazu. Auf diese Hunde/Bezugspersonen treffen wir immer häufiger in unserem therapeutischen Alltag.

Wie müssen wir damit umgehen? Dafür fehlt uns oft das nötige Rüstzeug! Und vor allem, da immer mehr erkannt wird, dass trainingsbasirende/tierpsychologische Maßnahmen bei traumatisierten Hunden nicht so optimal greifen, manchmal sogar schädlich sind.

Aus diesem Grund bedarf es einer fundierten Ausbildung, sowie einer intensiven Selbsterfahrung, um eine feinfühlige professionelle Haltung entwickeln zu können. Des weiteren sollen in der Ausbildung auch konkrete Handwerkszeuge für die Arbeit mit dem traumatisierten Hund, aber auch den Bezugspersonen gemeinsam erarbeitet werden, die passgenau auf das jeweilige Arbeitsfeld zugeschnitten sind.

Dazu gehören neben therapeutischen Techniken mit dem Hund und den Bezugspersonen, Stabilisierungsmethoden, Akut- und Kriseninterventionen, bindungsorientierte Ansätze und das Kennenlernen verschiedener traumatherapeutischer Behandlungsmethoden für jeden Hund. Diese Methoden sollen dann in Kleingruppen in Selbsterfahrung eingeübt werden. Erste praktische Anwendungen im Arbeitsalltag sind dann nach der Ausbildung somit auch direkt möglich.

  • Die Online-Module werden stehen jedem Teilnehmer für jeweils 12 Monate zur Verfügung, die Praxistage werden jedes Jahr wiederholt, so dass eine Teilnahme des gesamten Curriculums auch über einen längeren Zeitraum möglich ist.
  • Jedes Modul kann auch einzeln, ohne Ziel der Zertifizierung, gebucht werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die einzelnen Module ständig erweitert und verbessert werden und nicht alle gleichzeitig freigeschaltet werden.
  • Jedes Modul enthält eine Menge Aufgaben, die durch den Kursleiter korrigiert und individuell ausgearbeitet werden.
  • Jedes Modul wird einzeln gebucht

 Ausbildungsinhalte der Traumapädagogik und Traumazentrierten Fachberatung für Hunde (Änderungen und Erweiterungen möglich)

 Modul 1 – Intro

  • Es beginnt bereits vor der Geburt
  • Wie ein Hund aufwachsen sollte vs. Realität
  • Erziehungs- und Trainingsfehler und die Folgen für die Psyche

 und

 Grundlagen der Psychotraumatologie und Einführung in die Traumapädagogik (350 early bird bis 01.04.2017 – 250)

  • Konzepte der Traumazentrierten Fachbereiche
  • Begriff psychischer Traumatisierung/ Prozess psychischer Traumatisierung: Traumaverarbeitung im zeitlichen Längsschnitt
  • Akute und chronische Folgen psychischer Traumatisierung
  • Varianten psychotraumatischer Syndrome
  • Physiologie psychischer Traumatisierung
  • Phasen-Modelle in der Traumapädagogik
  • traumazentrierte Beratung und Therapie
  • Überblick zu traumaspezifischen Behandlungsverfahren
  • Entstehung von prä- und perniatalen Traumata, sowie die "üblichen" postnatalen Traumata und Belastungsstörungen
  • neueste Kenntnisse der Neurophysiologie und Kynologie
  • Symptomatik bei traumatisierten Hunden

 Modul 2 - Stabilisierungstechniken und Ressourcenaktivierung

  • Ebenen der Stabilisierung: körperlich, sozial, psychisch
  • Das Phänomen Gefühlsübertragung in der Traumatherapie
  • Voraussetzungen und Möglichkeiten interaktioneller Elemente der Stabilisierung
  • Grundlagen der Bindungstheorie
  • Bindung und Trauma
  • Aufbau einer stabilen, sicheren Bindung zwischen Bezugspersonen und Hund 
  • Prä- und perinatale Traumata mit craniosacraler Traumatherapie behandeln

 Modul 3 - Krisenintervention und Akuttraumata

  • Akute und chronische Folgen psychischer Traumatisierung erkennen
  • Varianten psychotraumatischer Syndrome
  • Physiologie psychischer Traumatisierung
  • Traumaspezifische Kriseninterventionen bei dissoziativen Zuständen,selbstschädigendem und suizidalem Verhalten
  • Akuttrauma: Interventionen
  • Trauma und Trauer

 Modul 4 - Bindung und Traumata

  • Überblick Bindung/ Bindungstraumatisierung
  • transmarginaler Stress
  • Pränatale Bindung: Suche nach Bezogenheit Pränatale Bezogenheit, ihre Formen und Einfluss auf die Bindungsfahigkeit des Hundes
  • Prä- und perinatales Trauma. Bipolare Regulation des Traumas. Identitatsstiftende Bindungsebenen: Essenzielle versus Interpersonelle Bindung. Pränatale Resonanzprozesse
  • Entstehung, Folgen und Behandlung
  • Traumaspezifische Übrtragungs- und Gegenübertragungsmuster
  • Transgenerationale Weitergabe traumatischer Erfahrungen

 Modul 5/ 6 - Traumaintegration + Supervision (250)

  • Anamnese, Diagnose
  • Methode für die direkte Traumaarbeit mit den Bezugspersonen
  • Methoden der Traumaintegration (Bsp: TRIMB)
  • Traumatherapie über Stellvertreter (Gefühlsübertragung nutzen)
  • Unterstützung/Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse
  • Supervision mit rollen-, aufgabenspezifischer und persönlicher Selbstreflexion
  • Supervision eigener Fälle

 Modul 7 – Selbsterfahrung, Ressourcenarbeit, Bindungsarbeit (250)

  • Reflexion der eigenen beruflichen Rolle in Bezug auf Biografie und Gegenwart
  • Zwischen professioneller Distanz und Mitgefühl
  • direkte Traumaarbeit mit den Bezugspersonen
  • inkl. Selbsterfahrung und Einüben der Methodik
  • Aufbau einer stabilen, sicheren Bindung zwischen Bezugspersonen und Hund 

 Modul 8 - Praxis und Zertifizierung (580)

Tag 1 - Praxis und Reflexion:

  • • Einüben traumazentrierter Grundhaltungen
  • • Beziehungsgestaltung in Pädagogik und Beratung
  • • Selbsterfahrung Distanzierung und Ressourcenaktivierung

Tag 2 - Soziale Stabilisierung

  • Basale Selbstfürsorge
  • Körperliche Stabilisierung
  • Verbesserung/Verfeinerung der Selbstwahrnehmung
  • Einfache Entspannungstechniken
  • Techniken zur Körpersynchronisation und –integration

 Tag 3 – Körperliche Stabilisierung

  • Schaffen einer sicheren Umgebung
  • Arbeit mit Bezugspersonen
  • Mobilisierung sozialer Ressourcen
  • Netzwerkarbeit

Tag 4 - Praxis und Reflexion

  • Einüben traumazentrierter Grundhaltungen
  • Beziehungsgestaltung in Pädagogik und Beratung
  • Selbsterfahrung Distanzierung und Ressourcenaktivierung

Tag 5 – 7 - I.B.T.H

  • Einführung in die Methode I.B.T.H (integrative bindungsorientierte Traumatherapie f. Hunde
  • Einübung von körpertherapeutischen Massnahmen
  • Einführung in die Beratung der Beziehungspersonen
  • direkte Traumaarbeit mit den Bezugspersonen
  • inkl. Selbsterfahrung und Einüben der Methodik
  • Aufbau einer stabilen, sicheren Bindung zwischen Bezugspersonen und Hund 

Tag 8 – Wiederholung und Prüfung

  • Wiederholung und Supervision
  • schriftliche Prüfung
  • mündliche Prüfung

Tag 9 – Praktische Prüfung, Zertifizierung und Abschlussfeier

 Die einzelnen Module können hier gebucht werden (klick auf das Bild)

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