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Wir - Psychologie und Hunde

Es gibt seit neuerer Zeit einige revolutionäre wissenschaftliche Erkenntnisse, Hunde betreffend:

  1. Hunde erfahren ihre Halter wie Kinder ihre Eltern
  2. Hunde sind mental und psychisch mit Kindern im Alter von bis zu 2,5 Jahren vergleichbar
  3. Hunde wollen zum Menschen eine sichere Bindung aufbauen. Sie sind darauf angewiesen, wenn sie psychisch und physisch gesund bleiben wollen
  4. Hunde können, wie Menschen, unter psychischen Störungen = seelischen Erkrankungen leiden und – wie Menschen auch – psychosomatische Erkrankungen entwickeln
  5. Hunde leiden – wie Menschen - auch unter Traumata und deren Folgen

Schon während meines Psychologie-Studiums stellte ich Vergleiche zwischen Kinder- und Hundepsychologie an. In den letzten 30 Jahren bewies sich unsere Vermutung, dass sowohl Ursachen als auch Art der Folgen von Traumata und/oder psychischen Störungen bei Mensch und Hund mehr als ähnlich sind. Ergo war unsere Schlußfolgerung, dass man diese Ursachen und Störungen auch wie bei Kleinstkindern therapieren kann, jedenfalls bis zu einem gewissen Grad. Die Einschränkung folgt aus der Tatsache, dass eben nicht jeder Halter in der Lage ist, dem Hund (auch dem Pferd) eine sicher Bindung zu gewährleisten (Bindungstheorie nach Bowlby)

Die Anwendung der o. g. Bindungstheorie bei Hunden kommt erst ganz allmählich in das Bewusstsein der Menschen, widerspricht sie doch jeder Art bisheriger Hundehaltung und -erziehung. Derzeit ist das Wort „Bindung“ zwar in aller Hundehalter Munde, jedoch geht man tatsächlich noch immer davon aus, diese „Bindung“ beim Hund trainieren zu können, ja, zu müssen. Das ist natürlich völliger Unsinn.

Nach mehr als 10 Jahren erfolgreicher ganzheitlicher (Körper & Geist) Psychotherapie an eigenen und fremden Tieren haben wir, wegen des großen Bedarfs, die Ausbildung zum Traumafachberater für Hunde ins Leben gerufen und erweitern diese kontinuierlich.

Das Geheimnis erfolgreicher Tierpsychologie liegt allein im Wissen um die Human- speziell Kinderpsychologie.

Wie entstehen Traumata und psychische Störungen beim Hund?

Traumata entstehen durch Ereignisse, die der Hund nicht bewältigen kann. Dabei entstehen die Traumafolgestörungen nicht durch das Erlebnis selbst, sondern durch die erstarrte Energie, die nach dem Abklingen des Ereignisses nicht aufgelöst werden konnte. Solche Energierückstände bleiben im Nervensystem gebunden und können verheerend auf Körper und Geist wirken“ (Levine 1998) Der Neurologe und Psychiater Bessel von Der Kolk geht sogar davon aus, dass eine traumatische Erinnerung eine Information ist, die beinahe unverändert in ihrer ursprünglichen Form im Nervensystem gespeichert wird. Ist die Gefahr dann vorüber, entladen die Muskeln die chemische Reaktion und der Körper kommt wieder in den Ruhezustand zurück. Wird die Entladung verhindert, bleibt der Körper kontinuierlich im Stresszustand und es kann zu einer Traumafolgestörung kommen, der Hund zeigt dann manchmal nicht zu verstehende beziehungsweise nachvollziehbare Verhaltensweisen.

„Ein Trauma ruft eine biologische Reaktion hervor, die fließend und anpassungsfähig bleiben muss, also nicht erstarren darf“ (Levine)

Erstarrt die Reaktion jedoch, bleibt die Anspannung im Geist quasi stecken und jede Erinnerung, sei es durch einen Geruch, eine Situation, ein Lebewesen, ein Gefühl... ruft die selbe geistige und körperliche Reaktion hervor, wie sie zum Zeitpunkt des Erlebnisses war. Der Hund empfindet Todesangst. Diese Erinnerungen, die ganz plötzlich und manchmal auch ohne jeden ersichtlichen Reiz hervorgerufen werden, nennt man Flashback. Während eines solchen Flaschbacks (Wiedererleben) wird die gleiche Energie freigesetzt wie zum Zeitpunkt des Ereignisses und ruft in jedem Fall Todesangst hervor. Der Hund reagiert dann entweder mit Flucht, Kampf oder – meistens - mit Einfrieren, Erstarren.

Aber auch ohne Flashbacks kann es sein, dass der Hund nach dem traumatischen Ereignis kontinuierlich unter Stress steht und dauerhafte oder periodisch auftretende Angst- oder Panikstörungen, Depressionen, Aggressionen entwickelt.

Dass hier ein herkömmliches Hundetraining oder eine auf Desensibilisierung oder ähnliches gegründete „Therapie“ nicht greifen kann, sollte wohl klar sein.

Wir therapieren – wie bereits erwähnt – nach dem Vorbild der Kleinkinderpsychologie und haben damit großen Erfolg.

Fragen, Anregungen, Kritik? Schreib uns einfach!

Wenn Du auch traumatisierten Hunden helfen willst, dann schau Dich mal auf unserer Online-Akademie um- klick auf das Bild

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