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Verhaltenstherapie vs Psychotherapie b. Hunden

Verhaltenstherapie:

Die Grundidee der Verhaltenstherapie:

Aktuelle Leiden beruhen zum Teil auf eingefahrenen Vorstellungen und Reaktionsmustern, die die Betroffenen im Laufe Verhaltenstherapie1 des Lebens herausgebildet haben. Diese lassen sich jedoch wieder ändern.

Das bedeutet nichts anderes als: Verhaltensmuster entstehen durch Konditionierung und können demnach auch durch Umkonditionierung wieder verändert werden. Hier steht das gegenwärtige Verhalten im Vordergrund – die Vergangenheit, die Ursachen sind nicht relevant.

Eine reine Verhaltenstherapie (und wir sprechen hier von einer Therapie durch „echte“, also studierte Psychologen und nicht von Trainern) birgt demnach große Gefahren:

Verhaltenstherapie2Es werden bestenfalls Symptome behandelt
Umkonditionierung lässt die Psyche außer acht und kann zu weiteren psychischen Problemen führen
Studierte Psychologen, die Verhaltenstherapie durchführen, haben fundiertes psychisches Wissen und erkennen, wann die Umkonditionierung kontroproduktiv ist.
In der Humanpsychologie steht die Verhaltenstherapie selten allein, sie ist lediglich ein geringer Anteil der Psychologie.
Dabei analysieren Therapeut und Patient gemeinsam das Problem und erarbeiten Veränderungsmodelle. Wer als Mensch beispielsweise unter einer Phobie leidet, soll im Laufe einer Verhaltenstherapie lernen, mit seinen Ängsten besser umzugehen. Das geschieht meist in Form von kleinen Alltagsaufgaben, die der Therapeut dem Patienten zwischen den Sitzungen aufgibt. Dazu sind eine hohe Eigenmotivation und die Bereitschaft notwendig, im Alltag aktiv an der Lösung der eigenen Probleme zu arbeiten. Dass diese Eigenmotivation und die hohe Bereitschaft zur Änderung beim Hund nicht vorhanden sein k a n n, ist eine logische Schlussfolgerung.

Bei der sogenannten Tierpsychologie geht es lediglich darum, dem Hund das „unerwünschte“, jedoch meist natürliche Verhalten abzutrainieren und bestenfalls durch ein anderes, „erwünschtes“, wenn auch unnatürliches Verhalten zu ersetzen. Dass dies nichts mit Psychologie zu tun hat, liegt auf der Hand.

Psychotherapie

Dieses Verfahren geht auf Sigmund Freud zurück, den Begründer der Psychoanalyse. Es geht davon aus, dass der Mensch in der Kindheit und im Laufe seiner Entwicklung bestimmte Prägungen erfährt. Diese entscheiden darüber, wie man mit Herausforderungen oder Konflikten umgeht. Psychische Erkrankungen können das Resultat nicht bewältigter Entwicklungsschritte, aber auch innerer Konflikte oder traumatischer Erlebnisse sein.

Man weiß mittlerweile, dass genau das auch auf den Hund zutrifft.

Der Therapeut nimmt bei der Behandlung eine neutrale Rolle ein. Seine Aufgabe besteht darin, dem Patienten das Verdrängte bewusst zu machen. Das geschieht meist mit der Methode der freien Assoziation. “Der Patient liegt typischerweise auf einer Couch, der Therapeut sitzt außerhalb seines Blickfeldes hinter ihm”, erklärt Dr. Bruno Waldvogel, Therapeut und Psychoanalytiker in München. Die Sitzungen verlaufen offen, der Patient erzählt, was ihm gerade einfällt. Auf diese Weise wiederholen sich während der Therapie typische Denk- und Beziehungsmuster des Patienten. Sie werden so für ihn und den Therapeuten bewusst erlebbar und lassen sich bearbeiten. Auf Patientenseite erfordert das Verfahren eine hohe Bereitschaft, in sich selbst hineinzusehen und die eigenen Gefühle zu beschreiben. Sitzungen finden etwa zwei- bis viermal pro Woche statt.

Da Hunde ja nichts erzählen können, was jedoch auch auf Kleinkinder und Säuglinge zutrifft, ist auch diese Methode nur ein winziger Teil der eigentlichen Therapie. Beim Kleinkind und Hund geht es weniger darum, das Verdrängte bewusst zu machen, es geht darum, die Ursache bzw. die Trigger (Auslöser) des psychischen Problems zu erkunden. Dann sind andere Methoden angebracht, dem tierischen Patienten aus seiner Krise zu helfen.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Beim tiefenpsychologischen Verfahren richtet sich der Blick auf das unbewusste Erleben und Verhalten des Patienten – ähnlich wie bei der Psychoanalyse, aus der es sich entwickelt hat. Nicht gelöste innere Konflikten oder Traumata bestehen bis in die Gegenwart fort, so die These, und verursachen dort die psychischen Leiden. Das Wort “tief” hat eine doppelte Bedeutung: Es bezieht sich sowohl auf die zeitliche Dimension als auch auf die Tiefe der psychischen Prozesse.

Während die analytische Psychotherapie eher auf eine ganzheitliche Veränderung problematischer Muster abzielt, konzentriert sich der tiefenpsychologische Ansatz auf die Lösung der konkreten Problemstellungen.

Auch diese Art der Therapie beruht im Humanbereich vorwiegend auf Gespräche. Auch diese Therapie ist sowohl beim Kleinkind als auch beim Hund nicht angebracht.

Systemische Psychotherapie

Unter diesen Begriff fällt eine Vielzahl von therapeutischen Verfahren, die unabhängig voneinander entstanden sind. Dementsprechend gibt es keinen einheitlichen Therapieablauf. Gemeinsam ist den Verfahren allerdings, dass nicht nur der Patient im Mittelpunkt steht, sondern sein gesamtes Umfeld einbezogen wird, beispielsweise seine Familie und andere wichtige Bezugspersonen. Daher auch der Name “systemisch”.

Die Ursache für psychische Probleme vermuten systemische Ansätze in gestörten Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen zwischen den beteiligten Personen. Der Therapeut versucht mit dem Patienten die Verhaltensweisen zu optimieren. Dabei kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Neben Einzelgesprächen sind Fragen in der gemeinsamen Runde häufig, bei denen Beteiligte ihre Sicht über den Stand der Beziehungen darlegen und diese zur Diskussion stellen. Ziel ist es, die Probleme durch bereits bestehende, aber versteckte Ressourcen und Fähigkeiten des Patienten zu lösen.

Dank der Vielzahl der Ansätze und Therapiemöglichkeiten ist die systemische Psychotherapie die optimale Therapie für Säuglinge, Kleinkinder und Hunde.

Systemische Psychotherapie braucht sehr viel Wissen über die Psyche und eben die verschiedenen Möglichkeiten. Gerade in der Therapie von Hunden ist das Umfeld, insbesondere die Bezugspersonen, extrem wichtig. Jede Therapie läuft letztendlich über diese Bezugspersonen.

Wir bieten systemische Psychotherapie für Hunde an. Dank der Leitung durch eine promovierte Human- und Tierpsychologin steht weitreichendes Wissen und ein mehr als 30jähriger Erfahrungsschatz hinter DharmaWolf.

Vieles von diesem Wissen und der Erfahrung geben wir in unseren Aus- und Weiterbildungen an interessierte Menschen weiter.

Dabei ist aber immer zu bedenken, dass eine solche Aus- und Weiterbildung kein jahrelanges Hochschulstudium ersetzen kann und will.

Im Vordergrund steht bei DharmaWolf, dass die derzeitigen Trainingsmethoden und die sogenannten Tierpsychologischen Ansätze überdacht und durch Wissen über die Psyche (nicht ausschließlich das Verhalten) des Hundes ersetzt werden.

Dieses Wissen ist natürlich auch für jeden Hundehalter wichtig, denn es verändert die Welt des Hundes und des Menschen drastisch.

Als Vorreiter auf diesem Gebiet freuen wir uns über jeden, der sich für unsere Arbeit interessiert und erst recht über jeden, der sich Wissen aneignen und auch weitergeben will.

 

Übrigens: Psychotherapie für Hunde kann man lernen - hier (Klick auf die Unterschrift)

DharmaWolf sig web

 

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