BARF

Bar­fen – jeder Hun­de­men­sch kennt es, das Wort. Sucht man im Inter­net findet man eine unglaubliche Anzahl an Infor­ma­tio­nen, Rezepten, Vorschlä­gen und Unmen­gen von dem, was man an Zusatzmit­teln braucht. Man findet auch eine Menge über die Risiken der Rohfüt­terung. Inter­es­sant finde ich, dass die Liste der Risiken und Gefahren des Bar­fens von den­jeni­gen erstellt wer­den, die in irgen­deiner Art und Weise mit indus­triellen Fut­ter­mit­teln in Verbindung ste­hen (Tierärzte, die Fut­ter bes­timmter Marken verkaufen, Geschäfte, die von indus­triellem Fut­ter leben, usw.)

Andere haben Bar­fen als Einkom­men­squelle für sich ent­deckt und sug­gerieren dem armen Hun­de­hal­ter, was alles an kün­stlichen Zusatzstof­fen benötigt wird, um den Hund gesund zu erhalten.

Bevor ich mich für diesen Artikel entsch­ieden habe, war auch ich in Punkto Barf im Inter­net. Ich habe dann irgend­wann für mich fest­gestellt, dass ich nicht barfe und es auch nicht wirk­lich vorhabe. Ich füt­tere ein­fach nur roh :-)

Gle­ichzeitig hatte ich ein Bild im Kopf – das Bild eines Wolf­s­rudels, dass eine völ­lig neue Zusam­menset­zung erfuhr:

Alpha – der besorgt das Fleisch

Beta – der ent­fernt vom Fell und allem, was nicht gesund ist.

Gamma – der zer­legt alles schön säu­ber­lich und dreht einen Teil anschließend durch den Fleischwolf

Delta – der sorgt dafür, dass immer genug Gemüse zur Ver­fü­gung steht – dabei sortiert er säu­ber­lich alles Gemüse aus, das schädlich ist.

Der Epsilon ist ganz wichtig – er sorgt dafür, dass alles Schädliche, wie die Schild­drüse des erlegten Tieres, aus­sortiert wird und genug Zusatzstoffe (die sind für einen Wolf extrem schwer zu beschaf­fen) zur Mahlzeit dazu gerührt werden.

Der Zeta hat eben­falls eine schwierige Auf­gabe, denn der muss gut rech­nen kön­nen, damit jedes Rudelmit­glied genau die Menge an Phospor, Natrium, usw. bekommt, wie es dem jew­eili­gen Alter, Geschlecht, Gewicht usw. entspricht.

Der Rest des Rudels ist nur zum Ver­til­gen der Mahlzeit da, falls die bis dahin nicht längst ver­hungert sind.

Barf – ursprünglich ging es lediglich darum, den Hund wieder art­gemäß zu ernähren. Hunde gehören nun ein­mal zu den Raubtieren – jeden­falls, was die Nahrungsauf­nahme bet­rifft. Irgend­wann stellte man fest, dass unsere Hunde – größ­ten­teils mit Fer­tig­nahrung, also trocken oder aus Dosen ernährt, lange nicht mehr so alt wer­den wie ganz früher und immer häu­figer an schlim­men Lei­den erkranken, wie z.B. Allergien (ins­beson­dere auf das Futter).

Man wollte sich also den natür­lichen Bedürfnis­sen des Hun­des wieder annäh­ern und wieder frisch und roh füt­tern. Mit­tler­weile ranken sich ganze Indus­trien um das Bar­fen und schon wird dem Hun­de­men­schen sug­geriert, dass Fleisch und Gemüse, Fisch usw. nicht aus­re­ichen. Es braucht ange­blich eine Menge Zusatzstoffe, wie z. B. Algen (die in unseren Bre­iten gar nicht vorkom­men) Öle (wie z.B. Lach­söl), das nie ein Wolf zu fressen bekommt, es sei denn, er erlegt eine Menge frische Lachse.…

Also doch weiter Trock­en­fut­ter? Ist doch ein­facher – Tüte holen, rein in den Napf und ab in den Hund? NEIN. Denn Trock­en­fut­ter besteht häu­fig zu 80% aus Getreide, manches auch nur zu 60% — denn Getreide ist bil­liger als Fleisch. Dazu ist das Zeug so trocken, dass der Hund Unmen­gen trinken müßte, damit es im Magen nicht so staubt :-) Im Ernst, das Zeug geht im Magen erst richtig auf. Das kannst Du aus­pro­bieren, indem Du ein­fach ein­mal etwas von Deinem Trock­en­fut­ter ein­we­ichst – das wird dreimal so groß. Kann das für einen Caniden gesund sein? NEIN.

Also roh füt­tern? Fleisch, Gemüse und Obst? JA. Aber das geht auch recht ein­fach. Wie ein­fach es gehen kann, erörtern wir in unserem Webi­nar „Bar­fen, leicht gemacht“.

Dhar­ma­Wolf Ein­nah­men kom­men immer dem OSIRI Pro­jekt und dadurch direkt den OSIRI Hun­den zu Gute!