Trau­mafach­ber­ater

- Dhar­ma­Wolf -
Weit­er­bil­dung
Aus­bil­dung zum­Trau­mafach­ber­ater f. Hunde


Diese Weit­er­bil­dung wen­det sich in erster Linie an Men­schen in Tier­berufen, ins­beson­dere Hun­de­trainer, Tierpsy­cholo­gen, Tier­heil­prak­tiker, Tierärzte und Tier­arzthelfer, Tier­heim­per­sonal usw.

Teil­nehmer mit humanpsy­chol­o­gis­chem Back­ground benöti­gen lediglich die Mod­ule 1, 4 und 58

In dieser Weit­er­bil­dung wird im Speziellen die Meth­ode I.B.T.H.- die Inte­gra­tive Bindung­sori­en­tierte­Trau­mather­a­pie bei Hun­den (I.B.T.H.) — also die direkte Trau­maar­beit bei Hun­den, die Arbeit mit den Bezugsper­so­nen in Bezug auf das Trauma und die Arbeit an der Bindung zwis­chen Bezugsper­so­nen und Hund vermittelt.

Damit dieses kom­plexe Thema auch von Nicht-​Psychologen ver­standen wird, ist eine gewisse Grun­daus­bil­dung vorgeschal­tet. Bis auf das let­zte Modul findet die Weit­er­bil­dung online — in unserer Online-​Akademie statt, beste­hend aus Tex­ten, Videos, Webina­ren und per­sön­lichen Online-​Coachings.

Im Gegen­satz zum Men­schen kommt der Hund nicht nur „unreif“ auf die Welt er bleibt ein Leben lang beson­ders auf Per­so­nen in seiner Umge­bung angewiesen, die ihm neben äußerer Ver­sorgung wie Nahrung, Schlaf und Schutz, auch Nähe, Liebe und Gebor­gen­heit gewährleis­ten. Auf Grund dieser Unreife sind Hunde aber auch beson­ders ver­schieden­sten Risiken einer Trau­ma­tisierung aus­ge­setzt. Sie kön­nen sich rasch in auswe­glosen Sit­u­a­tio­nen, z.B. medi­zinis­che Ein­griffe, Unfälle, Ver­nach­läs­si­gung etc., befinden, in denen weder Flucht, noch Angriff möglich und denen sie hil­f­los aus­geliefert sind. Ist dieses Erleben mit sehr starkem, über­flu­ten­den und evtl. auch andauern­den oder sich wieder­holen­den Stress ver­bun­den, kann es auf Grund der noch nicht gefes­tigten Per­sön­lichkeitsstruk­tur und noch nicht aus­re­ichend abgeschlosse­nen Gehir­nen­twick­lung zu schw­eren Trau­ma­tisierun­gen kom­men, die lebenslange belas­tende Auswirkun­gen nach sich ziehen können.

Das Bewusst­sein für trau­ma­tis­che Belas­tun­gen und wie sich diese Erleb­nisse auf Hunde lebenslang auswirken, gewinnt in den tier­be­zo­ge­nen Berufen immer mehr an Bedeutung.

Was aber kön­nen trau­ma­tis­che Erleb­nisse sein und wie begeg­nen wir diesen Hun­den und ihren Bezugsper­so­nen in unserer Ther­a­pie? Neben den „üblichen“ Erfahrun­gen wie Miss­brauch, Unfälle, schwere Oper­a­tio­nen, etc. gehören aber auch belas­tende (Bindungs-​) Erfahrun­gen, wie Ver­nach­läs­si­gung, direkte und indi­rekte Gewal­ter­fahrun­gen, Ver­lust von Bezugsper­so­nen z. B. durch Schei­dung und das Zusam­men­leben mit psy­chisch kranken oder belasteten Hal­tern dazu. Auf diese Hunde/​Bezugspersonen tre­f­fen wir immer häu­figer in unserem ther­a­peutis­chen Alltag.

Wie müssen wir damit umge­hen? Dafür fehlt uns oft das nötige Rüstzeug! Und vor allem, da immer mehr erkannt wird, dass trainingsbasirende/​tierpsychologische Maß­nah­men bei trau­ma­tisierten Hun­den nicht so opti­mal greifen, manch­mal sogar schädlich sind.

Aus diesem Grund bedarf es einer fundierten Aus­bil­dung, sowie einer inten­siven Selb­ster­fahrung, um eine fein­füh­lige pro­fes­sionelle Hal­tung entwick­eln zu kön­nen. Des weit­eren sollen in der Aus­bil­dung auch konkrete Handw­erk­szeuge für die Arbeit mit dem trau­ma­tisierten Hund, aber auch den Bezugsper­so­nen gemein­sam erar­beitet wer­den, die pass­ge­nau auf das jew­eilige Arbeits­feld zugeschnit­ten sind.

Dazu gehören neben ther­a­peutis­chen Tech­niken mit dem Hund und den Bezugsper­so­nen, Sta­bil­isierungsmeth­o­den, Akut– und Kris­en­in­ter­ven­tio­nen, bindung­sori­en­tierte Ansätze und das Ken­nen­ler­nen ver­schiedener trau­mather­a­peutis­cher Behand­lungsmeth­o­den für jeden Hund. Diese Meth­o­den sollen dann in Kle­in­grup­pen in Selb­ster­fahrung eingeübt wer­den. Erste prak­tis­che Anwen­dun­gen im Arbeit­sall­tag sind dann nach der Aus­bil­dung somit auch direkt möglich.


  • Die Online-​Module (17) ste­hen jedem Teil­nehmer für 24 Monate bei freier Zeit­ein­teilung zur Ver­fü­gung, die Prax­istage wer­den jedes Jahr wieder­holt, so dass eine Teil­nahme des gesamten Cur­ricu­lums auch über einen län­geren Zeitraum möglich ist. Der Ein­stieg ist jed­erzeit möglich!


Aus­bil­dungsin­halte der Traumapäd­a­gogik und Trau­mazen­tri­erten Fach­ber­atung für Hunde (Änderun­gen und Erweiterun­gen möglich)

Modul 1 — Intro

  • Es beginnt bere­its vor der Geburt
  • Wie ein Hund aufwach­sen sollte vs. Realität
  • Wie sich Erziehungs– und Train­ings­fehler auf die Psy­che auswirken

Grund­la­gen der Psy­chotrau­ma­tolo­gie und Ein­führung in die Traumapädagogik

  • Konzepte der Trau­mazen­tri­erten Fachbereiche

  • Begriff psy­chis­cher Traumatisierung/​Prozess psy­chis­cher Trau­ma­tisierung: Trau­mav­er­ar­beitung im zeitlichen Längenschnitt

  • Akute und chro­nis­che Fol­gen psy­chis­cher Traumatisierung

  • Vari­anten psy­chotrau­ma­tis­cher Syndrome

  • Phys­i­olo­gie psy­chis­cher Traumatisierung

  • Phasen-​Modelle in der Traumapädagogik

  • trau­mazen­tri­erte Beratung und Therapie

  • Überblick zu trau­maspez­i­fis­chen Behandlungsverfahren

  • Entste­hung von prä– und per­ni­atalen Trau­mata, sowie die „üblichen“ post­na­talen Trau­mata und Belastungsstörungen

  • neueste Ken­nt­nisse der Neu­ro­phys­i­olo­gie und Kynologie

  • Symp­to­matik bei trau­ma­tisierten Hunden

Modul 2 — Sta­bil­isierung­stech­niken und Ressourcenaktivierung

  • Ebe­nen der Sta­bil­isierung: kör­per­lich, sozial, psychisch

  • Voraus­set­zun­gen und Möglichkeiten inter­ak­tioneller Ele­mente der Stabilisierung

  • Grund­la­gen der Bindungstheorie

  • Meth­ode für die direkte Trau­maar­beit mit den Bezugspersonen

  • inkl. Selb­ster­fahrung und Einüben der Methodik

  • Auf­bau einer sta­bilen, sicheren Bindung zwis­chen Bezugsper­so­nen und Hund

Modul 3 — Kris­en­in­ter­ven­tion und Akuttraumata

  • Akute und chro­nis­che Fol­gen psy­chis­cher Traumatisierung

  • Vari­anten psy­chotrau­ma­tis­cher Syndrome

  • Phys­i­olo­gie psy­chis­cher Traumatisierung

  • Trau­maspez­i­fis­che Kris­en­in­ter­ven­tio­nen bei dis­sozia­tiven Zuständen,selbstschädigendem und suizidalem Verhalten

  • Akut­trauma: Interventionen

  • Trauma und Trauer

Modul 4 — Bindung und Traumata

  • Überblick Bindung/​Bindungstrau­ma­tisierung

  • Entste­hung, Fol­gen und Behandlung

  • Trau­maspez­i­fis­che Übr­tra­gungs– und Gegenübertragungsmuster

  • Trans­gen­er­a­tionale Weit­er­gabe trau­ma­tis­cher Erfahrungen

Modul 56 — Trau­main­te­gra­tion + Supervision

  • Meth­o­den der Trau­main­te­gra­tion (Bsp: TRIMB)

  • Unterstützung/​Begleitung spon­taner Traumaverarbeitungsprozesse

  • Super­vi­sion mit rollen-​, auf­gaben­spez­i­fis­cher und per­sön­licher Selbstreflexion

  • Super­vi­sion eigener Fälle

Modul 7 — Selb­ster­fahrung und Ressourcenarbeit

  • Reflex­ion der eige­nen beru­flichen Rolle in Bezug auf Biografie und Gegenwart

Modul 8 — Praxis und Zer­ti­fizierung (findet bei uns in Ungarn statt)

Tag 1 — Praxis und Reflexion:

• Einüben trau­mazen­tri­erter Grundhaltungen

• Beziehungs­gestal­tung in Päd­a­gogik und Beratung

• Selb­ster­fahrung Dis­tanzierung und Ressourcenaktivierung

Tag 2 — Soziale Stabilisierung

  • Basale Selb­st­für­sorge

  • Kör­per­liche Stabilisierung

  • Verbesserung/​Verfeinerung der Selbstwahrnehmung

  • Ein­fache Entspannungstechniken

  • Tech­niken zur Kör­per­syn­chro­ni­sa­tion und –integration

Tag 3 – Kör­per­liche Stabilisierung

  • Schaf­fen einer sicheren Umgebung

  • Arbeit mit Bezugspersonen

  • Mobil­isierung sozialer Ressourcen

  • Net­zw­erkar­beit

Tag 4 — Praxis und Reflexion

  • Einüben trau­mazen­tri­erter Grundhaltungen

  • Beziehungs­gestal­tung in Päd­a­gogik und Beratung

  • Selb­ster­fahrung Dis­tanzierung und Ressourcenaktivierung

Tag 57 — I.B.T.H

  • Ein­führung in die Meth­ode I.B.T.H (inte­gra­tive bindung­sori­en­tierte Trau­mather­a­pie f. Hunde

  • Einübung von kör­perther­a­peutis­chen Massnahmen

  • Ein­führung in die Beratung der Beziehungspersonen

Tag 8 – Wieder­hol­ung und Prüfung

  • Wieder­hol­ung und Supervision

  • schriftliche Prü­fung

  • mündliche Prü­fung

Tag 9 – Prak­tis­che Prü­fung, Zer­ti­fizierung und Abschlussfeier

Leitung: Dr. Chris­tine Schmidt

unortho­doxer Coach für Men­sch mit Hund – studierte Human– und Tierpsy­cholo­gie an einer inter­na­tional anerkan­nten Uni­ver­sität und pro­movierte 1984.

Seit über 40 Jahren beschäftigt sie sich inten­siv mit Hun­den. Ins­beson­dere während und nach dem Studium stand der Ver­gle­ich Kind – Hund – Psy­cholo­gie stets im Vorder­grund der Beobach­tun­gen. Immer mehr Par­al­le­len zwis­chen den Spezies taten sich auf und bestätigten dadurch wiederum die Forschungsergeb­nisse längst ver­gan­gener Zeiten.

Dank Erfahrung wurde Chris­tine Schmidt immer mehr zum Geg­ner von Hun­de­train­ing, Dres­sur und den üblichen Gepflogenheiten.

Seit über einem vier­tel Jahrhun­dert gibt sie ihr Wis­sen und ihre Erfahrung weiter.

Mit­tler­weile betreibt sie die weltweit

  1. Psy­chother­a­peutis­che Praxis für Hunde

und entwick­elte die I.B.T.H (Inte­gra­tive Bindung­sori­en­tierte Thear­a­pie f. Hunde), die – angelehnt an Kinderpsy­cholo­gie – psy­chis­che Störun­gen bei Hun­den diag­nos­tizieren und ther­a­pieren kann.

Tiefenpsy­chol­o­gisch ori­en­tiert, hat eine Ther­a­pie nichts mit Train­ing oder reiner Ver­hal­tens­ther­a­pie zu tun.


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Dhar­ma­Wolf Ein­nah­men kom­men immer dem OSIRI Pro­jekt und dadurch direkt den OSIRI Hun­den zu Gute!